Mosquito (303)

Der Mosquito ist das erste Glasflügel-Flugzeug, dessen Erstflug Eugen Hänle nach seinem Unfall im September 1975 nicht mehr erlebt hat.
Der Mosquito wurde am 20. Februar 1976 von Josef Prasser auf der Hahnweide zum ersten Mal geflogen und war damit das zweite deutsche Flugzeug der neuen 15-Meter-Klasse.
Zum ersten Mal wirkte sich beim Mosquito die Zusammenarbeit von Schempp-Hirth mit Glasflügel in der Praxis aus, denn der Mini-Nimbus von Holighaus hat den Flügel des Mosquito übernommen.

Das Besondere an diesem Wölbklappenflügel ist die kombinierte Wölb-Brems-Klappe, die noch auf eine Initiative von Eugen Hänle zurückgeht. Das neue System gestattet die Bremsklappe in einem bestimmten Bereich auszufahren, ohne die Wölbklappe zu beeinflussen. Bei der Landestellung ist dann die Bremsklappe voll nach oben geöffnet und die Wölbklappe voll nach unten ausgeschlagen. Normale Wölbklappenausschläge mit überlagerten Querrudern sind bei der geschlossenen Hinterkanten-Drehbremsklappe von 7 Grad negativ bis 10 Grad nach unten möglich.
Dimensionen
Spannweite 15,00 m
Fläche 9,86 m²
Streckung 23
Profil FX67-K-150
Rumpflänge 6,40 m
Gewichte
Leergewicht 250 kg
Max. Zuladung Rumpf 130 kg
Max. Fluggewicht 450 kg
Max. Ballast 120 kg
Max. Flächenbelastung 46 kg/m²
Geschwindigkeiten
Höchstzulässige Geschwindigkeit 270 km/h
Überziehgeschwindigkeit
bei 320 kg 66 km/h
bei 450 kg 78 km/h
Flugleistungen
Geringstes Sinken bei 79 km/h 0,58 m/s
Beste Gleitzahl bei 94 km/h 0,69 m/s
Beste Gleitzahl 42







