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   BRAVO-LIMA-FORMATION UNTERWEGS

  20.10.-27.10.2016 

Besuch unserer russischen Freunde

 Am 20. Oktober 2016 standen wir am Münchener Flughafen, Terminal 1 und warteten auf  die Ankunft des Aeroflot-Flugzeuges aus Sankt-Petersburg.

Mit der Maschine kamen unsere russischen Freunde, die wir während unseres Freundschafts-Fluges im Mai/Juni 2016 nach Russland kennengelernt haben. (Flieger Magazin Nr.9-2016)

Der Tag war erfüllt mit viel Freude und guter Laune.

Nach einem guten bayrischen Essen starteten wir zum Technischen Museum in Schleißheim. Unsere Gäste studierten gerne die Informationen zur deutschen Luftfahrtgeschichte, fotografierten viel und erstaunten sich.

Auf der Weiterfahrt nach Kempten gab es viel Gesprächsstoff und auch der Blick aus dem Wagenfenster war eine Freude, wir konnten mit unseren Gästen die farbige Herbstlandschaft genießen. Nachdem zügig das Hotel bezogen wurde trafen wir uns alle wieder zum  Freundschaftsempfang in der Kantine des Fliegervereins am Flugplatzes Kempten-Durach.

Die Fliegergruppe Kempten-Durach hatte ein einladendes Empfangsbuffet, natürlich auch mit Bierfass vorbereitet. Alle haben sich sehr gefreut nach 5 Monaten, die seit unserer Reise nach Russland vergangen waren wieder die bekannten Gesichter zu sehen, wieder miteinander zu reden, gemeinsam an einem Tisch zu sitzen und einfach zusammen zu sein. Die Freude war riesig, viele Erinnerungen wurden wieder lebendig und manches Erlebnis dadurch wieder neu erlebt: die damaligen Vorbereitungen, das lange Warten, das Arbeiten an und Hoffen auf die Einfluggenehmigung nach Russland, die vielen Bitten um schönes Wetter... Damals hat alles geklappt. Und jetzt zum Gegenbesuch wird es auch klappen - wir waren uns alle sicher. Die warme Atmosphäre des Abends, die musikalische Begrüßung vom Vereinsvorsitzenden - alles half unseren Gästen sich von Anfang an wohl zu fühlen.

 

Am zweiten Tag fuhren wir nach Illerbeuren ins Schwäbische Bauernhofmuseum. Dort bekamen wir einen Einblick in das frühere Bauernleben und stellten dabei interessante Gemeinsamkeiten und auch Unterschiede zwischen den beiden Kulturen fest. Da uns das Wetter nicht ganz holt war, verbrachten wir dort noch ein paar Stunden in der warmen Stube während der Regen gemütlich auf das Dach klopfte.

Am Abend hatten wir wieder genug Zeit für gemeinsame Gespräche. Beide Seiten hatten bedauert, dass uns in Russland dafür etwas Zeit fehlte, aber das Fliegen stellt eben eigene Regeln auf nach Wetter, Tageslicht, etc..  Doch jetzt endlich musste sich Niemand beeilen und wir genossen den Abend im Geiß-Stadel am Fuße des Grünten mit feiner Allgäuer Livemusik beim Kässpatzenessen.

 

Am nächsten Vormittag erlebten wir eine Stadtführung durch Kempten und das Herbstkonzert eines Chores in der Basilika. Davon beseelt kehrten wir auf den Flugplatz zurück wo ein klassisches Weißwust-Essen mit Brezel und Weißbier im Verensheim der LSG schon auf uns wartete.

Das Wetter war perfekt. Wir, die Bravo-Lima-Formation mit den drei Piper PA-18, sowie die Piper PA-18 D-EMOW, Piper PA-18 D-EATS, PA28 D-EKIK, DR 400 Model Captain – D-ENVR, Grumman D-EHGA, KitFox D-ERKF, Sunrise D-MUPS luden unsere russischen Freunde ein und flogen gemeinsam in die Allgäuer Berge. Die schönen Alpenseen, Schlösser, Täler und Berge zeigten sich von Ihrer schönsten Seite. Die Farben des Herbstes und das erste Weiß auf den Gipfeln bei strahlendem Sonnenschein, besseres Wetter hätten wir wohl kaum verlangen können. Alle waren so begeistert, dass unseren Gästen manchmal sogar das passende Wort fehlte, um die innerlichen Gefühle zu beschreiben. Die Faszination des Fluges, die Begeisterung, Freundschaft, die Anziehungskraft des Himmels – alles war dabei. Ein echter Höhepunkt dieser besonderen Woche.

An diesem Tag besuchte uns auch Robert Stein mit seinem russischen Kollegen um Interviews zu machen und einen Film über dieses besondere Ereignis zu drehen.

Der Tag fand seinen emotionalen Abschluss im Gasthaus Traube in Kempten bei leckerem Abendessen. Es wurden Gastgeschenke ausgetauscht und Ansprachen von beiden Seiten gehalten. Gekrönt wurde der Abend durch eine Filmvortrag unseres Freundschaftsfluges von Hubert Satzger „Freunde treffen Freunde“ Manushkino 2016 sowie Filmen zu diesem Ereignis aus russischer Perspektive. Besonders dieser Teil war für uns sehr beeindruckend, hatten wir ja nur wenig von der Vorfreude und dem Fieber der Erwartung unserer russischen Freunde vor unserer Ankunft mitbekommen. Einmal mehr waren wir sehr beeindruckt und von Herzen dankbar das wir diesen einzigartigen Freundschaftsflug erleben durften.

 

Am Sonntag, 23.Oktober 2016 unternahmen wir einen Ausflug zum Bodensee, besuchten dort das Dornier-Museum, gönnten uns eine süße Pause im nostalgischen Café „zum Gerber“ und fuhren weiter zum Flugplatz Mengen zu den „ Antique-Aeroflyers“ (http://www.antique-aeroflyers.de) wo jedes Flugzeug älter ist als die Piloten. Günter Kälberer hat uns geduldig die Geschichte jeder Maschine erzählt. Das war nicht nur interessant, sondern auch sehr lehrreich. Beeindruckend mit wie viel Liebe Menschen zu ihren Flugzeugen stehen können! Vielen Dank.

Am Flugplatz Tannheim begrüßte uns danach Verena Dolderer. Dort haben wir in der Gaststätte gemütlich zu Abend gegessen und schöne Filme über das Skifliegen in und um Kempten genossen. Manche von uns haben die Gelegenheit zu einem kleinen „Einkaufsbummel“ genutzt.

 Am Montag den 24.10.2016 führte uns unser Weg mit Zwischenstopp auf dem Hohen Peissenberg über das Kloster Andechs nach München. Den schönen Panoramablick über die Alpen werden unsere russischen Freunde nicht nur auf Fotos sondern auch in ihren Herzen bewahren. Fantastische Fernsicht bei Föhn. Nach einem Mittagessen im Biergarten des Klosters wanderten wir zur Verdauung 1,5 Stunden um den Ammersee. Die verlorenen Kalorien fanden wir beim Eis essen am Hafen wieder.

 

Die folgenden zwei Tage in München schenkten uns einen Besuch auf der Museums-Insel, natürlich auch einen im Hofbräuhaus, dem BMW-Museum und der BMW-Welt, einen Spaziergang im Olympia-Park, und der Pfälzer Weinstube.

         

Unsere Freunde strahlten vor Begeisterung über all die Eindrücke und Erlebnisse. Wir haben viele Worte der Dankbarkeit gehört. Darunter auch: „Ich war schon vielmals in Deutschland.

Aber so viel Wärme, Seligkeit und Herzlichkeit habe ich hier noch nie erlebt. Wir sind zu unseren Freunden gekommen und sie sind uns zu jeder Minute herzlich Willkommen!“

 

Wir sind dankbar sagen zu können, ja, der Gegenbesuch hat geklappt. Freunde haben Freunde besucht.

 

 

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